Thema Bad – Wissenswertes zur barrierefreien Dusche

Praxistipps zum barrierefreien Bauen

Thema Bad – Wissenswertes zur Dusche

Im Bereich Dusche hat sich in den letzten 20 Jahren sehr viel verändert. Hatte früher noch nahezu jede Dusche eine ca. 30 cm hohe Duschwanne mit mehrteiliger Schiebetür, setzt sich jetzt eine bodengleiche und schwellenlose Duschtasse nach und nach durch. Den gestalterischen Mehrwert, die Bodenfliese auch in der Dusche fortzuführen, schafft neue Möglichkeiten hin zum „Wellnessbad“.

Duschnischen mit Wandscheibe, an der die Armaturen und rückseitig der Handtuchheizkörper montiert sind, füllt das Bad auch in der Mitte des Raumes.
Hat man noch vor zehn Jahren bei schwellenlosen Duschen nur Mittelabläufe mit kleinteiligen Bodenfliesen einsetzen können, bieten heute die Duschrinne oder der unsichtbare Wandeinlauf ganz neue Möglichkeiten, z.B. Verlegen der großflächigen Bodenfliesen auch in der Duschfläche.

Folgende Kriterien sind für eine barrierefreie und evtl. rollstuhlgerechte Duschanlage zu beachten:

      • niveaugleiche Gestaltung zum angrenzenden Bodenbelag des Bades mit Absenkungen/Gefälle von max. 2 cm.

      • Gegebenenfalls auftretende Übergänge sollten als geneigte Fläche ausgebildet werden.

      • Einbau von Duschrinnen mit extra flachen Abläufen – Einsatz auch bei geringen Fußbodenaufbauten möglich (abhängig von den jeweiligen örtlichen Gegebenheiten).

      • Duschtüren können durch bauliche geschickt angeordnete Duschtrennwände, Glasscheiben oder Winkelmauern vermieden werden.

      • Sollten sie doch nötig sein, kann eine Duschtrennwand auch faltbar mit kontrastreichen Griffleisten eingebaut werden.

      • Gute Befahrbarkeit gewährleisten auch 10 mm vertiefte „Wannen“, die über eine spezielle Randplatte mit einem rampenartigen Übergang verfügen.

      • Eine Alternative bietet auch eine komplette Superflach-Duschwanne mit kleiner Einformung.

      • Grundsätzlich gilt: Bewegungsfläche in der barrierefreien Dusche: min. 1,20 x 1,20 m, in der rollstuhlgerechten Dusche: min. 1,50 x 1,50 m.

      • Einhebelmischer-Duscharmatur mit Handbrause, idealerweise inkl. umlaufendem, fest montiertem Handlauf: 85 cm über Oberkante Duschtasse montiert.

      • Der Hebel von Einhebel-Duscharmaturen sollte, um Verletzungsgefahren für blinde und sehbehinderte Menschen zu vermeiden, ständig nach unten zeigen.

Trotz Rollstuhl weiter im Obergeschoss leben